DER BILDSTOCK UND DIE BRÜCKE VOM HEILIGEN GIOVANNI NEPOMUCENO

DER BILDSTOCK UND DIE BRÜCKE VOM HEILIGEN GIOVANNI NEPOMUCENO

Parallel zur Gardesana Hauptstrasse, dem San Giovanni Bach entlang, gibt es eine kleine alte Brücke, die früher als die Gardesanastrasse noch nicht existierte, die Hauptverbindung zwischen dem Zentrum und der Olivenhaine war. Schon im Mittelalter gab es dort eine Holzbrücke, die erst im Jahr 1647 durch eine Steinbrücke ersetzt wurde. Die Überschwemmungen des Baches haben die Brücke mehrere Male beschädigt, aber sie wurde immer neu instand gesetzt.

Am Anfang der Brücke, in Richtung Norden, wurde am 16. Juni 1728 einen Bildstock mit der Statue von dem Heiligen Giovanni errichtet.

Im 17. Jahrhundert war Giovanni Nepomuceno einer der am meisten zelebrierten Heiligen. Skulpturen, die man früher an Flüssen oder Wasserspiegeln entlang stellte, erinnerten an die Art und Weise, wie der Heilige gemartert wurde. Giovanni Nepomuceno wurde im Jahr 1383, auf Befehl vom König Venceslao IV, in Prag in die Gewässer vom Fluss Moldau geworfen.
Man erzählt, dass der Heilige, Beichtvater der Königin Johanna aus Bayern, den König verärgerte, weil er sich weigerte das Beichtgeheimnis zu brechen.

Dank der persönlichen Verehrung der Kaiserin wurde Giovanni Nepomuceno zum Schutzheiligen der österreichischen kaiserlichen Armee erklärt. In der Zeit gehörte das Gebiet von Limone am Gardasee dem österreichischen Kaiserreich. Die Verehrung von diesem Heiligen verbreitete sich durch die habsburgische Gebiete schon seit dem Jahr 1724 und der Bildstock in Limone wurde sehr wahrscheinlich zur Ehre der Kaiserin Maria Theresia gebaut.

Die Verehrung vom Heiligen Giovanni Nepomuceno, der im Jahr 1729 vom Pabst Benedikt XIII kanonisiert wurde, verbreitete sich durch viele europäische Länder, dadurch zählt er zu den Schutzheiligen vom europäischen Kontinent.