DIE GESCHICHTE

DIE GESCHICHTE

foto-001http://visitlimonesulgarda.com/wp-content/uploads/2017/02/foto-001-768x728.jpg 768w, http://visitlimonesulgarda.com/wp-content/uploads/2017/02/foto-001-158x150.jpg 158w, http://visitlimonesulgarda.com/wp-content/uploads/2017/02/foto-001-150x142.jpg 150w, http://visitlimonesulgarda.com/wp-content/uploads/2017/02/foto-001.jpg 1012w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />Bereits im X. Jh. taucht in zahlreichen Schrif-ten der Name ‘Limon’, oft auch in den leicht abgewandelten Formen ‘Limonum‘, ‘Limono‘ und ‘Limone’, auf. Einige Sprachwissenschaftler sind der Auffassung, der Name stamme von limen (Grenze) oder auch von lima (Fluß) ab. In jedem Fall handelt es sich wohl nicht um eine Ableitung des Pflanzennamens Limone sondern eher um eine „Beugung des keltischen Wortes limo oder lemos“(Ulme).

Bereits im X. Jh. taucht in zahlreichen Schrif-ten der Name ‘Limon’, oft auch in den leicht abgewandelten Formen ‘Limonum‘, ‘Limono‘ und ‘Limone’, auf. Einige Sprachwissenschaftler sind der Auffassung, der Name stamme von limen (Grenze) oder auch von lima (Fluß) ab. In jedem Fall handelt es sich wohl nicht um eine Ableitung des Pflanzennamens Limone sondern eher um eine „Beugung des keltischen Wortes limo oder lemos“(Ulme). Ab 1863 lautete der Name der Ortschaft ‘Limone San Giovanni’, und erst nach 1904 nahm sie ihren heutigen Namen ‘Limone sul Garda’ an. Die erste Besiedlung des Gebietes um den Benaco (zu deutsch Benakus, der alte Name des Gardasees) fand bereits im Neolithikum statt. Im nahegelegenen Ledrotal kann man heute noch Pfahlbauten aus der Bronzezeit bewundern. Um 600 vor Christus besiedelten keltische Stämme das Gebiet welche um 200 vor Christus von den Römern unterworfen wurden. Die daraufhin folgende Entwicklung ähnelt jener aller norditalienischen Gebiete: die Langobarden, dann Karl Magnus, die Venetianische Republik, das Österreich-Ungarische Kaiserreich, die italienische Renaissance, die Weltkriege und schließlich die Republik Italien.

foto-002http://visitlimonesulgarda.com/wp-content/uploads/2017/02/foto-002.jpg 704w, http://visitlimonesulgarda.com/wp-content/uploads/2017/02/foto-002-103x150.jpg 103w" sizes="(max-width: 206px) 100vw, 206px" /> Determinant jedoch für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung Limones war der Einfluß der Venetianischen Republik, oder “Serenissima” (die Glückliche) wie sie hierzulande genannt wurde, zu Anfang des 15. Jahrhunderts. Durch sie entwickelte sich Limone vom ruralen Fischerdorf welches auch Oliven anbaute, zu dem wohl am nördlichsten gelegenen Anbauzentrum von Zitrusfrüchten Europas, dank seines extrem milden Klimas. Aber ein mildes Klima reicht oft nicht aus für das gute Gelingen eines Anbaus. Da es in Limone an fruchtbarer Erde fehlte, mußte diese mit Schiffen von den südlichen Ufern des Sees gebracht werden. Dicke Steinmauern sollten die empfindlichen Gewächse vor den kalten Nord-Ostwinden schützen. Noch heute sieht man die Reste der meterhohen Steinpfähle die die im Winter aufgetragene Dachkonstruktion stützten. Diese Zitronenhaine oder “Limonaie” wie sie hier genannt werden, waren somit richtige Gewächshäuser. Die Bewässerung der Zitronen und Orangenbäume deren Früchte Europas Königshäuser bereicherten, erfolgte über ein eigens gebautes Kanalsystem.

Berühmt geworden ist die Beschreibung der Zitronengärten von Limone, die J. Wolfgang Goethe in seiner Italienischen Reise notierte, als er mit dem Boot von Torbole nach Malcesine fuhr; auf einen Schlag zogen die Zitronengärten von Limone in die Weltliteratur ein. „13. September 1786 – Der Morgen war herrlich, zwar wolkig, doch bei der Dämmerung still. Wir führen bei Limone vorbei, dessen Berggärten, Terrassenweise angelegt und mit Zitronenbäumen bepflanzt, ein reiches und reinliches Ansehen geben. Der ganze Garten besteht aus Reihen von weißen viereckigen Pfeilern, die in einer gewissen Entfernung voneinander stehen und stufenweis den Berg hinauf rücken. Über diese Pfeiler sind starke Stangen gelegt, um im Winter die dazwischen gepflanzten Bäume zu decken. Das Betrachten und Beschauen dieser angenehmen Gegenstände ward durch eine langsame Fahrt begünstigt.“ Unter der Familie Habsburg im 19. Jahrhundert spielten neben den Zitrusfrüchten und den Oliven noch folgende Produkte eine wichtige wirtschaftliche Rolle für diesen doch abseits gelegenen Ort, der nur über den See mittels der Schiffahrt oder sehr unwirtlichen Berg-wegen zugänglich war: Magnesium (daran erinnert heute die Via Benedetto Croce), Papier (im nördlichen Ortsteil La Milanesa erzeugt), Löschkalk (aus dem Sìngol-Tal bei Reamòl) und die Seidenraupe, deren Zucht durch das milde Klima in Limone ermöglicht wurde. Der erste Welt-krieg jedoch gab all diesen Aktivitäten einen plötzlichen Einhalt. Limone fiel den Grenzstreitigkeiten zwischen den kriegsführenden Mächten, dem Österreich-Ungarischen K.&K. Reich und dem Italienischen Königsreich zum Opfer. Das gesamte Gebiet wurde evakuiert und zur Kriegsfront erklärt. Nach Kriegsende kehrten Limones Einwohner zurück um sich wiederum dem Fischfang und dem Anbau von Oliven zu widmen. Alles andere wurde vollkommen zerstört. Der wirtschaftliche Aufschwung Limones kam 1931 mit der Fertigstellung der Westlichen Gardesana Straße, welche den Ort nun endlich mit den umliegenden Städten und somit der restlichen Welt verband.

Seitdem hat Limone eine neue Einahmequelle entdeckt: den Tourismus. Dank der konstanten Entwicklung wurde aus dem armen Fischerdorf das wohl wichtigste Fremdenverkehrszentrum des gesamten Gardasees.